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Über das Marinemuseum

Das Marinemuseum ist das nationale Museum Schwedens für die Geschichte der schwedischen Marine. Das Museum liegt auf einem Pier im Wasser inmitten der geschichtsträchtigen Insel Stumholmen in Karlskrona. Das schöne Museumsgebäude wurde im Jahre 1997 eingeweiht. Vorher war das Museum in der alten Schiffsjungenkaserne am Örlogshamnen (=Kriegshafen) untergebracht.

Das Marinemuseum hat eine Geschichte, die bis ins Jahr 1752 zurückreicht, als die Modellkammer in Karlskrona von König Adolf Fredrik gegründet wurde. In ihr wurde eine Reihe von Modellen aufbewahrt, die zu dieser Zeit für den Test von verschiedenen Schiffskonstruktionen und von technischen Lösungen gebaut worden waren. Heute bilden die Modelle zusammen mit den Galionsfiguren in der weltweit einzigartigen Galionshalle des Museums und den schönsten Sammlungen von Museumsschiffen den Grundstock des Museums. Im Juni 2014 wurde eine neue Attraktion des Marinemuseums eröffnet - die U-Boot-Halle mit der HMS Neptun im Mittelpunkt. Das Museum beherbergt außerdem Objektsammlungen, ein Zeichnungsarchiv, ein Bildarchiv und eine Bibliothek. Darüber hinaus betreibt das Museum auch Forschung.

Jedes Jahr zählt das Museum rund 250.000 Besucher, von denen die Hälfte aus dem Ausland kommt. Das Marinemuseum ist ein wichtiger lokaler Treffpunkt der Region Blekinge, das das ganze Jahr über viele Aktivitäten und Veranstaltungen anbietet.

Besucherinformationen

Preise

Freier Eintritt.

Öffnungszeiten

Januar - April, Dienstag-Sonntag 10-16 Uhr
Mai, täglich geöffnet 10-16 Uhr
Juni - August, täglich geöffnet 10-18 Uhr
September, täglich geöffnet 10-16 Uhr
Oktober Dezember, Dienstag-Sonntag 10-16 Uhr.

Geschlossen am:
23.12. Tag vor Weihnachtsabend
24.12. Weihnachtsabend
25.12. 1. Weihnachtsfeiertag
31.12. Silvester
1.1. Neujahr

So finden Sie uns

Das Marinemuseum befindet sich auf der Insel Stumholmen, die sie nach nur 10 Minuten Fußweg vom Zentrum Karlskronas erreichen. Von der Touristeninformation in Karlskrona am Stortorget gehen Sie die Kyrkogatan in Richtung Osten abwärts, kreuzen die Drottninggatan und gelangen danach zur Brücke Stumholmsbron.

Wenn Sie mit dem Bus oder der Bahn beim Reisezentrum Karlskrona ankommen, folgen Sie am besten dem Kai entlang der Östra Hamngatan. Bis zum Museum müssen Sie etwa 20 Minuten Fußweg zurücklegen.

Wenn Sie mit dem Auto von der E22 kommen, biegen Sie auf der Autobahn in Richtung Karlskrona Centrum ab. Am Gästhamnen (=Gasthafen) biegen Sie links ab und fahren die Östra Hamngatan weiter. Folgen Sie dann der Beschilderung zum Parkplatz des Marinemuseums.
Die Insel Stumholmen zwar ist autofrei, aber es gibt Behindertenparkplätze vor dem Eingang des Museums.

Zugänglichkeit

Das moderne Gebäude des Marinemuseums zeichnet sich durch große freie Flächen aus und ist mit Aufzügen ausgestattet, weshalb Besucher mit Rollstuhl und Kinderwagen einfachen Zugang zu allen Teilen des Museums haben.  Der Unterwassertunnel verfügt über Aufzüge an beiden Enden. Das Restaurant hat großzügig bemessene Flächen, die Rollstuhlfahrern das Manövrieren erleichtern, und verfügt über Tische, die an Rollstuhlfahrer angepasst sind. Im Museum gibt es einen Wickelraum und eine Behindertentoilette. Der Behindertenparkplatz befindet sich genau vor dem Eingang.

Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer im U-Boot HMS Neptun

Das Unterdeck von Neptun ist für Rollstuhlfahrer zugänglich; die maximale Breite beträgt 60 cm. Auch eine Hälfte des Oberdecks und ein kleiner Teil der anderen Hälfte sind zugänglich, leider jedoch nicht der Maschinenraum.

Familien

Das Marinemuseum ist ein Museum für die ganze Familie, in dem Aktivitäten für kleine und große Besucher angeboten werden. Auf „Dunders Deck“ kann man sich als Seemann verkleiden, in der Takelage klettern, ein Flugkörperschnellboot steuern oder über Funk miteinander kommunizieren. Im Schiffssimulator können die etwas älteren Kinder testen, wie ein Schiff gesteuert werden kann. Für Kinder von 6-12 Jahren ist ein Besuch der Seemannswerkstatt zu empfehlen, in der man maritime Tricks und Kniffe lernen kann. An Sonntagen im Herbst und Frühling findet der „Sonntagsspaß“ mit Konzerten, Basteln, Abenteuern und vielen anderen Aktivitäten statt. 

Gruppenbesuche

Für Gruppenbesuche im Marinemuseum kann einer unsere zertifizierten Führer gebucht werden, darunter für eine Führung an Bord des Flugkörperschnellboots Västervik oder eine Führung durch eine der Ausstellungen des Museums. Gruppenbesuche mit Führungen sind mindestens eine Woche im Voraus zu buchen.

 

Audioguide

Erleben Sie das Museum mit Drama, Soundeffekte und unerwartete Geschichten mit der App "Marinmuseum". Download von Google Play oder den App Store.

Erleben Sie das Museum mit Drama , Soundeffekte und unerwartete Geschichten mit der App "Marine Museum " . Herunterladen von Google Play oder dem App Store . Sie können auch die Audio-Tracks hier auf unserer Website herunterladen.

Der Museumsshop

Im Shop des Marinemuseums können Sie Geschenke, Souvenirs, Dekoration und Spielzeug kaufen - alles zu maritimen Themen! Wer seine maritimen Kenntnisse vertiefen möchte, sollte in der Buchhandlung mit nautischer und militärhistorischer Literatur vorbeischauen. Der Shop hat dieselben Öffnungszeiten wie das Museum.

Das Restaurant

Im Restaurant mit Blick auf die historischen Bauten von Stumholmen und das Museumsschiff bietet Kaffee sowie ein Mittags- und Salatbuffet. Sie können außerdem à la carte speisen und Catering bestellen. Für Kinder ist Essen zu reduzierten Preisen erhältlich. Im Sommer kann man die großartige Lage und die gute Küche im beliebten Terrassencafé genießen.

Die Museumsschiffe und der Schaluppen- und Barkassenschuppen

Am Kai vor dem Museum liegen die Museumsschiffe. Im Sommer können Sie einige der Schiffe besichtigen.

Die Barken

Im Zeitalter der mächtigen Segelschiffe dienten Barken unter anderem dem Transport von lebensnotwendigen Gütern und Besatzungen zwischen Schiff und Land, aber auch zur Ausbildung der Seeleute. Die zehn Barken des Marinemuseums stammen aus dem 19. Jahrhundert und werden im Schaluppen- und Barkassenschuppen gepflegt. Im Sommer werden mit den Barken nach wie vor Segelfahrten unternommen, sogar zum Wettsegeln werden Sie verwendet. Damit sind sie wahrscheinlich die weltweit ältesten Segelschiffe, die noch immer Wettkämpfe bestreiten.

Das Vollschiff Jarramas

Am weitesten draußen am Pier des Marinemuseums liegt die Jarramas, eines der weltweit kleinsten Vollschiffe. Die im Jahr 1900 in der Werft Karlskronavarvet gebaute Jarramas diente als Segelschulschiff für das Schiffsjungenkorps. Die Besatzung bestand in der Regel aus 118 Mann, davon 92 Schiffsjungen. Als das Schiffsjungenkorps 1939 aufgelöst wurde, segelte die Jarramas für die neue Seemannsschule. 1946 beendete sie ihren aktiven Dienst. Seit 2005 wird eine umfassende Restaurierung der Jarramas vorgenommen, um sie wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.

HMS Bremön

Die Bremön ist das einzige noch existierende von vierzehn Minensuchbooten, die von der schwedischen Marine im zweiten Weltkrieg zu Wasser gelassen wurden. Aufgabe des Schiffes war es, die schwedischen Gewässer von deutschen Minen zu säubern, aber auch eigene zu legen. Der Großteil der Inneneinrichtung dieses einzigartigen Kriegsschiffes aus den 1940er Jahren ist noch intakt. An Bord erwartet die Besucher heute das robuste und mechanische Schiffserlebnis der 1940er Jahre.

Schnellboot T 38

In den 1950-er Jahren gehörte das Schnellboot T 38 zur schwedischen Küstenflotte und hatte den Auftrag, Torpedoangriffe auf den Feind auszuführen, aber auch Minen zu legen . Die Schnellboote lagen geschützt im äußeren Schärengarten, um unverzüglich gegen feindliche Kriegsschiffe zuschlagen zu können. Außer mit Torpedos war das T 38 auch mit einer Flugabwehrkanone und Maschinengewehren ausgestattet. Das T 38 wird durch die Freunde des Schnellbootes T 38 in fahrbarem Zustand gehalten.

HMS Västervik

Dieses Schiff wurde 1975 als Schnellboot in Dienst genommen, einige Jahre später aber zu einem Flugkörperschnellboot umgebaut. An einem rauen Herbsttag im Oktober 1981 spielte die Västervik eine Rolle in einem Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung, als das russische U-Boot U 137 im Schärengarten von Karlskrona auf Grund lief. Mehrere Offiziere des russischen U-Bootes wurden an Bord vernommen. Die Västervik wurde im Jahre 1997 außer Dienst gestellt und befindet sich heute in dem Zustand, in dem sie von ihrer Besatzung am letzten Tag verlassen wurde.

Der Schaluppen- und Barkassenschuppen

Der Schaluppen- und Barkassenschuppen, dessen Dach einer Eierverpackung nicht unähnlich ist, befindet sich gleich neben dem Marinemuseum. Das 1787 errichtete Gebäude diente der Beherbergung der kleineren Schiffe der Flotte, den Barkassen und den Schaluppen. Heute ist der Schaluppen- und Barkassenschuppen ein lebendiger Teil des Museums, in dem ganzjährig Barkassen, Schaluppen, Dingis und andere Boote gebaut, gewartet und verwahrt werden . Hier ist auch die Ausstellung „Die kleineren Boote der Marine" untergebracht, in denen es um die Beiboote geht, die in der Flotte im Laufe der Jahrhunderte Anwendung fanden.

Ausstellungen

Die Ausstellungen des Marinemuseums erzählen die Geschichte der schwedischen Marine aus verschiedenen thematischen Perspektiven. Neben den eher ständigen Ausstellungen werden im Museum auch vorübergehende Ausstellungen gezeigt.

Galionshalle

 

Einst saßen die Galionsfiguren am Bug der wichtigsten Kriegsschiffe Schwedens. Heute können die imponierenden Holzskulpturen der Segelschiffe in der weltweit einzigartigen Galionshalle bewundert werden.

Die Galionshalle beherbergt vermutlich die schönste Sammlung an Galionsfiguren auf dem Globus. Das Besondere an den in der Galionshalle ausgestellten Figuren ist, dass fast alle an großen Seeschlachten teilgenommen haben, die meisten im Zeitraum von 1788-1790, als sich Schweden mit Russland im Krieg befand.

Der Großteil der Figuren ist vom Bildhauer Johan Törnström (1744-1828) aus Kiefer erschaffen worden. Die Figuren befanden sich an Schiffen mit Namen wie Försiktigheten (=Vorsicht), Dristigheten (=Dreistigkeit) und Minerva.

Herravälde (=Die schwedische Großmacht)

Eine Ausstellung über die segelnde Großmacht Schweden. Die Ausstellung schildert die in den schwedischen Geschichtsbüchern beschriebenen großen Seeschlachten und Kriegspläne.

Der Besucher wird in die Wirklichkeit des Seekrieges und der Lebensbedingungen der Seeleute in der Epoche der Kriegsflotte vom 16. bis zum 19. Jahrhundert eingeführt, als die großen schwedischen Segelschiffe die Ostsee beherrschten.

Die Modellkammer

Mehrere hundert Jahre alte Schiffsmodelle, intelligente Konstruktionen und schöne Dekorationen findet der Besucher in der Modellkammerausstellung des Marinemuseums.
Die bereits 1752 von König Adolf Fredrik begründete Modellkammer ist das Herz des Museums. Der König wollte, dass alle Modelle, die in der Werft gebaut wurden, für die Nachwelt erhalten werden sollten. In der Modellkammer wurden Schiffsmodelle, Konstruktionen, Dekorationen sowie Kunst- und Architekturmodelle gesammelt. Heute können Sie diese einzigartigen und faszinierenden Originalmodelle in der Modellkammer des Marinemuseums besichtigen. Sie vermitteln einen interessanten Einblick in das Ingenieurwesen und die Denkweise des 18. Jahrhunderts.

Die Modellkammer ist wegen Umbauten ab September 2016 geschlossen, wird aber bereits im November 2016 wieder ihre Pforten für die Besucher öffnen.

Auf den Grund gehen - der Unterwassertunnel

Im Unterwassertunnel können Sie selbst nachempfinden, wie sich ein Unterwasserarchäologe fühlen muss. Durch die Fenster des Tunnels können Sie ein echtes Wrack aus dem 18. Jahrhundert betrachten. Die Ausstellung informiert über Wracks in der Gegend um Karlskrona, sie erhalten aber auch einen Ausblick auf die gesamte Unterwasserkarte Schwedens.

Ytspänning (=Spannung an der Oberfläche)

Die Ausstellung „Spannung an der Oberfläche" behandelt das letzte Jahrzehnt des Kalten Krieges aus dem Blickwinkel der schwedischen Marine, aber auch die Kontraste zwischen der Zivilgesellschaft und dem militärischen Bereich. In der Ausstellung sind Erzählungen von Zeitzeugen zu hören und einzigartige Objekte zu sehen. Außerdem erfährt der Besucher mehr zu den Ursachen des Kalten Krieges.

Land in Sicht

„Land in Sicht" erzählt die Geschichte der Navigation und folgt der Kunst der Seefahrt durch die Jahrhunderte. Wir zeigen empfindliche Navigationsinstrumente aus den Sammlungen des Museums und dem Seehistorischen Museum aus Stockholm, unserem Schwestermuseum. Hier sind unter anderem ein Astrolabium und die erste und von Hand geschriebene Version von Petter Geddas Seeatlas aus dem Jahre 1693 zu sehen.

Die kleineren Boote der Marine

Direkt neben dem Hauptgebäude des Marinemuseums befindet sich ein höchst bemerkenswertes Bauwerk, der Schaluppen- und Barkassenschuppen aus dem 18. Jahrhundert. Das ungewöhnliche Gebäude hat seinen Namen aufgrund der kleinen Beiboote erhalten, den sogenannten Schaluppen und Barkassen, die hier ursprünglich im Winter untergebracht wurden. Noch heute werden zahlreiche Beiboote im Schaluppen- und Barkassenschuppen aufbewahrt, und hier befindet sich auch die Ausstellung des Marinemuseums über die Schaluppen, Barken und andere kleinere Boote der Marine, die einst den größeren Schiffen der Flotte zugeordnet waren. Die kleineren Schiffe dienten unter anderem dem Transport von Besatzung, Verpflegung, Material und anderen lebensnotwendigen Dingen zwischen den großen Schiffen und dem Land.

Die U-Boot-Halle

Im Juni 2014 wurde die neue Attraktion des Marinemuseums eröffnet - die U-Boot-Halle, in deren Mittelpunkt die HMS Neptun steht. In der U-Boot-Halle können die Besucher ein echtes U-Boot aus den Zeiten des Kalten Krieges aus nächster Nähe betrachten. In der U-Boot-Halle ist außer der Neptun auch das allererste U-Boot der schwedischen Flotte, die Hajen (=der Hai) von 1904 ausgestellt. In der Halle befindet sich darüber hinaus eine Ausstellung zur 110-jährigen Geschichte der schwedischen U-Boot-Waffe. Der Besuch der U-Boot-Halle ist wirklich ein einmaliges Erlebnis, das Ihnen einen Einblick in das Leben im Inneren eines U-Boots gewährt - sowohl in die Alltagsabläufe als auch bei Gefechtsbereitschaft. Durch die Neptun können Sie das Innere eines richtigen I-Boots erleben.

HMS Neptun

Die HMS Neptun, die 1980 in Dienst genommen wurde, gehört zur ersten Generation schwedischer U-Boote, die an Bord mit Computern ausgerüstet waren. Ausgestattet mit fortgeschrittener Bewaffnung war es ihr Auftrag, im Kriegsfalle Ziele auf See anzugreifen und zu vernichten, aber auch Informationen durch Aufklärung zu beschaffen. Bereits ein Jahr später wurde der Neptun eine Rolle in einem dramatischen Weltgeschehen zuteil, als das sowjetische U-Boot U 137 vor Karlskrona auf Grund lief. Gemeinsam mit anderen Seestreitkräften war die Neptun an Ort und Stelle für den Fall, dass andere sowjetische Schiffe in schwedische Gewässer eingedrungen wären.

Die Aufklärung war auch in Friedenszeiten wichtig, und zu diesem Zweck war die Neptun regelmäßig in der Ostsee unterwegs. Wie die Aufträge jedoch im Einzelnen aussahen, ist schwer zu wissen, da viele Informationen durch die Streitkräfte nach wie vor unter Verschluss gehalten werden. An Bord der Neptun lebten rund 20 Besatzungsmitglieder, von denen die meisten Offiziere waren, einige aber auch Wehrpflichtige. Normalerweise befand sich das U-Boot einige Tage in Folge auf See, im Bedarfsfall manchmal aber auch mehrere Wochen.

1998 wurde die Neptun außer Dienst gestellt und lag dann mehrere Jahre im Kriegshafen in Karlskrona vor Anker. Als die Neptun dem Marinemuseum 2007 geschenkt wurde, war der Bedarf außenseitiger Renovierung groß. Im Zuge der Renovierung wurde das U-Boot auch an die Bedürfnisse des Museums angepasst, unter anderem mit drei in den U-Boot-Körper geschnittenen Eingängen. Im September 2012 wurde die Neptun an Land gehievt und neben dem Marinemuseum aufgestellt. Um das U-Boot herum wurde dann ein Gebäude aus rostfreiem Blechstahl errichtet. Die Inspiration dafür holten sich die Architekten von den Visby-Korvetten, aber auch von Bunkern und Verteidigungsanlagen. Die Neptun ist das größte eingebaute Museumsobjekt in Schweden nach der Vasa im Vasamuseum.

Hajen

Die Hajen (=der Hai), das allererste U-Boot der schwedischen Marine, wurde 1904 zu Wasser gelassen. Ausgerüstet war es mit drei Torpedos,
einem Elektromotor für den Betrieb unter Wasser und einem Kerosinmotor für den Betrieb über Wasser und zum Laden der Akkus. Die Hajen konnte sich bis zu 13 Stunden in Folge unter Wasser aufhalten. Der Komfort für die acht Mann starke Besatzung hielt sich in engen Grenzen.

Im Jahre 1905 gab es Überlegungen, die Hajen in den entstandenen Unionskonflikt mit Norwegen einzusetzen, was jedoch nicht in die Tat umgesetzt wurde. Später diente die Hajen der Ausbildung neuer U-Boot-Besatzungen, vor allem während des ersten Weltkrieges. 1919 wurde sie abgerüstet und 1922 schließlich ganz außer Dienst gestellt. In den 1940er Jahren wurde die Hajen Museumsobjekt. Trotz der ursprünglichen Absichten, die Hajen zu bewahren, wurden in den 1920er Jahren die Motoren und die Ausrüstung abmontiert, weshalb heute leider nur noch die Hülle dieses Kleinods der maritimen Geschichte erhalten ist. 1997 erhielt die Hajen ihren Platz vor dem neu gebauten Marinemuseum und wurde später in der U-Boot-Halle aufgestellt.

Sammlungen

Die Sammlungen des Marinemuseums bestehen aus Objekten, Zeichnungen, Archivdokumenten, Fotografien und Büchern, die Aufschluss über die Entwicklung der Kriegsmarine im Verlauf der Jahrhunderte geben. Ein Teil der Sammlungen ist in den Ausstellungen zu sehen, aber ein großer Teil wird in den Magazinen und Archiven des Museums aufbewahrt. Auf der Website des Museums können in großen Teilen unserer Sammlungen Suchen vorgenommen werden.

Die Objektsammlung

Die Objektsammlung enthält mehr als 55 000 Gegenstände. Dazu gehören detaillierte Schiffsmodelle im Original aus dem 18. Jahrhundert, empfindliche Kompasse, Möbel und Küchengeräte von Schiffen, maritime Gemälde, mächtige Kanonen, gebrauchte Werkzeuge von Schiffswerften, hochtechnologische Geräte und Uniformen.

Die Sammlung wird durch neu erworbene Objekte ständig erweitert, die neue Perspektiven zur schwedischen Marinegeschichte eröffnen.

Das Archiv

Das Archiv umfasst über 4.000 Zeichnungen, Karten und Seekarten sowie mehr als 250 Regalmeter mit verschiedenen Dokumenten. Das Archiv ist eine Fundgrube der Geschichte der schwedischen Marine, die auf Karten, Zeichnungen und anderen Dokumenten bewahrt ist. Das Archiv ist für die Allgemeinheit zugänglich - wir freuen uns daher über Ihren Besuch!.

Das Bildarchiv

Das Bildarchiv enthält rund 500.000 Fotografien und Videos. Die ältesten Bilder datieren aus den 1870er Jahren. In den letzten Jahren hat das Bildarchiv auch die Fotosammlung der Karlskrona-Werft übernommen, die sich über den Zeitraum von 1930 bis 2000 erstreckt und fast 175.000 Fotos umfasst. In diesem Archiv befinden sich Bilder von der Werft, der militärischen Tätigkeit, von Kriegsschiffen, Gebäuden und vielen anderen Dingen.

Die Bibliothek

Die Bibliothek des Marinemuseums ist eine Forschungs- und Referenzbibliothek, die Bücher über Themen wie das Seekriegswesen und der Militärgeschichte bis hin zu Technik und Schiffsbau sammelt. In den Regalen steht auch Literatur über Galionsbilder, das Leben der Seeleute an Bord, Listen über Marineoffiziere, nautische Lexika und andere Werke mit Bezug zur Marinegeschichte. Teile der Bibliothek des Schiffsbaumeisters und Werftadmirals Fredrik Henrik af Chapman sowie ein Teil seiner wissenschaftlichen Werke sind auch in die Sammlungen der Bibliothek aufgenommen worden.