Die Ausstellungen des Marinemuseums erzählen die Geschichte der schwedischen Marine aus verschiedenen thematischen Perspektiven. Neben den eher ständigen Ausstellungen werden im Museum auch vorübergehende Ausstellungen gezeigt.

Galionshalle

Einst saßen die Galionsfiguren am Bug der wichtigsten Kriegsschiffe Schwedens. Heute können die imponierenden Holzskulpturen der Segelschiffe in der weltweit einzigartigen Galionshalle bewundert werden.

Die Galionshalle beherbergt vermutlich die schönste Sammlung an Galionsfiguren auf dem Globus. Das Besondere an den in der Galionshalle ausgestellten Figuren ist, dass fast alle an großen Seeschlachten teilgenommen haben, die meisten im Zeitraum von 1788-1790, als sich Schweden mit Russland im Krieg befand.

Der Großteil der Figuren ist vom Bildhauer Johan Törnström (1744-1828) aus Kiefer erschaffen worden. Die Figuren befanden sich an Schiffen mit Namen wie Försiktigheten (=Vorsicht), Dristigheten (=Dreistigkeit) und Minerva.

Herravälde (=Die schwedische Großmacht)

Eine Ausstellung über die segelnde Großmacht Schweden. Die Ausstellung schildert die in den schwedischen Geschichtsbüchern beschriebenen großen Seeschlachten und Kriegspläne.

Der Besucher wird in die Wirklichkeit des Seekrieges und der Lebensbedingungen der Seeleute in der Epoche der Kriegsflotte vom 16. bis zum 19. Jahrhundert eingeführt, als die großen schwedischen Segelschiffe die Ostsee beherrschten.

Die Modellkammer

Mehrere hundert Jahre alte Schiffsmodelle, intelligente Konstruktionen und schöne Dekorationen findet der Besucher in der Modellkammerausstellung des Marinemuseums.

Die bereits 1752 von König Adolf Fredrik begründete Modellkammer ist das Herz des Museums. Der König wollte, dass alle Modelle, die in der Werft gebaut wurden, für die Nachwelt erhalten werden sollten. In der Modellkammer wurden Schiffsmodelle, Konstruktionen, Dekorationen sowie Kunst- und Architekturmodelle gesammelt. Heute können Sie diese einzigartigen und faszinierenden Originalmodelle in der Modellkammer des Marinemuseums besichtigen. Sie vermitteln einen interessanten Einblick in das Ingenieurwesen und die Denkweise des 18. Jahrhunderts.

Die Modellkammer ist wegen Umbauten ab September 2016 geschlossen, wird aber bereits im November 2016 wieder ihre Pforten für die Besucher öffnen.

Auf den Grund gehen - der Unterwassertunnel

Im Unterwassertunnel können Sie selbst nachempfinden, wie sich ein Unterwasserarchäologe fühlen muss. Durch die Fenster des Tunnels können Sie ein echtes Wrack aus dem 18. Jahrhundert betrachten. Die Ausstellung informiert über Wracks in der Gegend um Karlskrona, sie erhalten aber auch einen Ausblick auf die gesamte Unterwasserkarte Schwedens.

Ytspänning (=Spannung an der Oberfläche)

Die Ausstellung „Spannung an der Oberfläche" behandelt das letzte Jahrzehnt des Kalten Krieges aus dem Blickwinkel der schwedischen Marine, aber auch die Kontraste zwischen der Zivilgesellschaft und dem militärischen Bereich. In der Ausstellung sind Erzählungen von Zeitzeugen zu hören und einzigartige Objekte zu sehen. Außerdem erfährt der Besucher mehr zu den Ursachen des Kalten Krieges.

Land in Sicht

Land in Sicht erzählt die Geschichte der Navigation und folgt der Kunst der Seefahrt durch die Jahrhunderte. Wir zeigen empfindliche Navigationsinstrumente aus den Sammlungen des Museums und dem Seehistorischen Museum aus Stockholm, unserem Schwestermuseum. Hier sind unter anderem ein Astrolabium und die erste und von Hand geschriebene Version von Petter Geddas Seeatlas aus dem Jahre 1693 zu sehen.

Die kleineren Boote der Marine

Direkt neben dem Hauptgebäude des Marinemuseums befindet sich ein höchst bemerkenswertes Bauwerk, der Schaluppen- und Barkassenschuppen aus dem 18. Jahrhundert. Das ungewöhnliche Gebäude hat seinen Namen aufgrund der kleinen Beiboote erhalten, den sogenannten Schaluppen und Barkassen, die hier ursprünglich im Winter untergebracht wurden. Noch heute werden zahlreiche Beiboote im Schaluppen- und Barkassenschuppen aufbewahrt, und hier befindet sich auch die Ausstellung des Marinemuseums über die Schaluppen, Barken und andere kleinere Boote der Marine, die einst den größeren Schiffen der Flotte zugeordnet waren. Die kleineren Schiffe dienten unter anderem dem Transport von Besatzung, Verpflegung, Material und anderen lebensnotwendigen Dingen zwischen den großen Schiffen und dem Land.